Gott wirkt durch dich. Du bewegst was.
Die Osterzeit ist im Kirchenjahr eine Zeit des Aufbruchs. Das Licht des Auferstandenen
lädt dazu ein, neu hinzuschauen: Wo wirkt Gott heute? Wo zeigen Menschen Mut,
Hoffnung und Herz – und lassen etwas von der Kraft der Auferstehung sichtbar
werden?
In diesen Wochen stellen sich in allen Sonntagsgottesdiensten an allen Standorten
Frauen und Männer, Jugendliche und Kinder vor, die sich ehrenamtlich in unserer
Kirche engagieren. Manche Gesichter sind bekannt, andere begegnen uns zum ersten
Mal. Doch alle verbindet eine persönliche Motivation: der Wunsch, Glauben
mitzugestalten, Gemeinschaft zu stiften, Verantwortung zu teilen, Hoffnung zu
schenken. Christlicher Glaube entfaltet sich in vielen Dimensionen. Er lebt nicht nur im
Gottesdienst oder im stillen Gebet, sondern auch dort, wo Menschen ihr geschenktes
Potenzial einbringen: kreativ, verantwortungsvoll, tatkräftig, spirituell, organisatorisch
oder sozial. Ehrenamtliches Engagement ist nicht nur „Hilfe“, sondern ein Ort, an dem
Menschen ihre Berufung spüren und wachsen können.
Die einzelnen Vorstellungen sind Teil des Weges hin zu den kommenden
Gremienwahlen. Auch wenn kein Pfarrgemeinderat mehr gewählt wird, für die
pastorale Arbeit aber ein sogenannter pastoraler Ausschuss gebildet wird, bleibt eines
gleich wichtig: In St. Raphael und in Bremen braucht es viele unterschiedliche
Menschen, die bereit sind, Glauben zu gestalten und Zukunft zu bauen. Vielfalt ist kein
Zusatz – sie ist die Lebensform einer Kirche, die sich vom Geist Gottes bewegen lässt.
Die Osterzeit erinnert uns daran: Auferstehung ist Veränderung. Und Veränderung
geschieht da, wo Menschen sich berühren lassen, aufbrechen, Verantwortung
übernehmen – und damit Zeugnis geben von einer Hoffnung, die stärker ist als alles
Dunkel.
Gott wirkt durch dich. Du bewegst was. Dieser Leitsatz begleitet uns durch diese
Wochen. Er ist Einladung und Zuspruch zugleich. Denn Kirche entsteht dort, wo
Menschen ihre Talente teilen und Gott durch ihr Tun sichtbar wird.