Impulse zum Lesen

Gedanken zu Mk 10,46-52

Ungefähr 20 Jahre ist es her, dass ich meinen Kindern häufig vor dem Einschlafen aus der Patmos Kinderbibel vorlas. Die Geschichte von Bartimäus gehörte zu den Lieblingen. Das energische Rufen, „Jesus, Jesus!“ ließ bei jedem Mal aufhorchen und staunen. Mit großem Enthusiasmus las ich stets diese Zeilen. Meine Begeisterung über diesen blinden, aber höchst tatkräftigen Mann schwappte damals auch zu meinen Kindern über. Und genau das ist, was ich Ihnen an diesem Sonntag wünsche: Dass der große Heilige Geist, der über dieser Szene lag, auch in Ihrer kleinen Welt noch nachwirkt. Das ist unser aller Markenzeichen. Wir Christen sind alle begeistert. Begeistert, angesteckt vom Heiligen Geist. Unser Glaube versetzt Berge. So wie bei Bartimäus.

Wolfgang Syma

Gedanken zu Mk 10, 35 – 45

„Bei euch aber soll es nicht so sein.“ Während meines ganzen beruflichen Lebens verfolgt mich dieser Satz: Er möge doch stimmen! Je älter ich werde, umso häufiger werde ich angesichts der kirchlichen Realität traurig, manchmal sogar wütend. Bin ich zu naiv, zu gutgläubig, zu realitätsfremd?

Jesus gebraucht diesen Satz in unserer heutigen Textstelle, als er seine Jünger über Rangordnung, Herrschen und Macht belehrt.

Ihr wisst, dass die, die als Herrscher gelten, ihre Völker unterdrücken und ihre Großen ihre Macht gegen sie gebrauchen. Bei euch aber soll es nicht so sein, sondern wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein, und wer bei euch der Erste sein will, soll der Sklave aller sein. Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele. (Mk 10,43b -45)

Ist es falsch, diese Worte auch auf die heute reale Kirche anzuwenden? Wir dürfen und wir müssen es. Wie sieht es hier mit Leiten und Dienen, mit Herrschaft und Macht aus? Für mich kommt die Kirche immer schlechter dabei weg. Sicherlich gibt es unterschiedliche Vorstellungen und Praktiken davon, was leiten heißt, was dienen heißt. Ich hoffe sehr, dass die Unterschiedlichkeiten bei den einzelnen Menschen in Leitungs- und Dienstämtern geprägt sind von der inneren Haltung einer persönlichen Berufung und persönlichen Nachfolge. Das wäre gut so! Schade ist aber, dass es manchmal zwecklos ist, auch nur zum Nachdenken über eine mögliche andere Sicht auf die Dinge anzuregen. Im Sinne einer menschenfreundlichen und frohmachenden Botschaft für viele wäre das aber so wichtig. Die eine Form, sein Christsein zu leben und so zu dienen ist nicht aus sich heraus besser, nicht richtiger, nicht „Christusnäher“ als eine andere Form.

Das bringt notwendiger Weise Spannungen und Widersprüche mit sich. Ich will diese Spannungen aushalten und stehenlassen. Sie überall aufzulösen, zu harmonisieren, sie einer uniformem „Regel“ machtvoll unterzuordnen ist nicht dienen sondern ausgrenzen.

Für mich ist ein solches Verhalten „Undienst“, ist Verrat an der Botschaft Gottes und am Leben der Menschen.

Bernard Tenberge

Unter der Leitung der Apostel bildeten sich nach Jesu Tod die Urgemeinden in Jerusalem. In der Apostelgeschichte wird berichtet, dass alle, die glaubten, am selben Ort waren und alles gemeinsam hatten. Sie verkauften Hab und Gut und teilten davon allen zu, jedem so viel, wie er nötig hatte. (Apg. 2, 44-45)

Damit erfüllten sie die Weisung Jesu aus dem heutigen Evangelium (MK 10, 17-30). Dem reichen Mann, der Jesu Gebote befolgt und ihn fragt, was er tun muss, sagt Jesus: Geh, verkaufe, was du hast, gib es den Armen und du wirst einen Schatz im Himmel haben; dann komm und folge mir nach!

Wie oft fragen wir uns angesichts des Elends in dieser Welt, wie wir – jeder Einzelne von uns – etwas daran ändern können! Wie viele Spenden sind angemessen, wie viel persönliches Engagement? Müssen wir aus dieser Gesellschaft komplett aussteigen?? Müssen wir die gerechte Umverteilung erreichen? Die Forderung Jesu ist radikal.

Was bedeutet dieses Evangelium für uns heute?

Ich lasse diese Frage bewusst so stehen, weil ich denke, dass jeder für sich im Glauben und Vertrauen mit Gott seinen Weg finden und seine Entscheidung treffen muss.

Weil er Gott nicht hören will, erlebt der moderne Mensch, wie Gott so dröhnend schweigen kann. Doch kann auch das ein Zeichen Gottes sein, uns bewusst ohne Zeichen zu lassen, sich ganz zu entziehen, uns alle Fluchtwege zu verstellen – und dabei ganz laut zu schweigen. Wir sollten hören, was Gott uns damit sagt, dass er uns nichts weiter sagt. Denn wenn uns Gott die falschen Türen immer wieder vor der Nase verschließt und geduldig wartet, bis wir endlich die richtige Klinke herunterdrücken, dann ist das eine indirekte Form barmherziger Güte.

Edeltraud Lange-Mock

Menschen sehnen sich nach gelungenen Beziehungen. Viele sehnen sich nach einem Menschen, mit dem sie das Leben teilen können. Viele haben diesen Menschen vielleicht bereits gefunden. Und viele fragen sich womöglich, wie das alles gelingen kann. Das Evangelium vom 27. Sonntag im Jahreskreis liefert dazu ein paar wegweisende Antworten.

Aber was ist mit denen, die Schaden an Ehepartnern und Familien verursacht haben? Was ist mit den vielen Opfern dieser Beziehungen? Wir sollten für diejenigen unter uns beten und sie praktisch unterstützen.  Für diejenigen in unserer Mitte, die verheiratet sind; für diejenigen, die unter dem ständigen Schmerz einer Scheidung leiden; für diejenigen, die in treuen Ehen gelebt haben und nun ihre Ehepartner vermissen; für diejenigen, die nicht verheiratet sind – einige sind glücklich mit dieser Situation, andere nicht; einige, die vielleicht noch heiraten werden, und andere, die es nie tun werden. Denn die Liebe Gottes in Christus macht jeden einzelnen zu einem von ihm geschätzten und geachteten Menschen.

Auch der zweite Teil des Textes mit den Kindern ist eine Belehrung seiner Jünger. Er wendet sich den Kindern zu und segnet sie. Zum anderen stellt er sie vor die Jünger und zeigt, dass wir von ihnen lernen können. Kinder nehmen Gottes Reich voll Vertrauen an.

Menschen sollten frei sein. Damit sie ihre Freiheit leben können, gab Gott ihnen durch Mose Gebote.

Es verhält sich mit Gottes Stellung zur Ehe wie mit allen seinen Geboten: Sie sind nicht als Buchstaben gedacht, sondern als Wegweiser zum Leben und zur Liebe. Leben und Liebe sind die Überschrift Gottes über alle Gebote.

Zum Thema Liebesheirat lese ich bei Wikipedia, dass sie geschichtlich gesehen eine junge Erscheinung ist. Der Genfer Jean-Jacques Rousseau schrieb 1761 einen Erfolgsroman. Seine Philosophie beeinflusste den Fortschritt der Aufklärung in ganz Europa.

Menschen sind so fehlbar. Viele halten Gottes Gebote nicht ein. Gott sei Dank gibt es in unserer Religion die Reue und die Vergebung. Es scheint einmal mehr so, als hätte Gott an alles gedacht.

In Christus sind wir erst wirklich frei. Das versteht am Ende eben dann auch nur ein Kind, weil es darauf vertraut, dass es stimmt, was ihm gesagt wird. Das wichtigste im Leben ist eben Geschenk und nicht Leistung, auch nicht im Halten der Gebote. Hier sehe ich eine Verbindung zum Erntedankfest. Gott schenkt uns die Schöpfung. Wir bewahren sie vor allem, wenn wir sie wieder als Geschenk begreifen und nicht nur als Ressource, die die wir ausbeuten können.

Wolfgang Syma

„Wenn nur der Herr seinen Geist auf sie alle legte!“ – die erste Lesung des heutigen Sonntags aus dem Buch Numeri endet mit einem Stoßseufzer.

Wir hören davon, wie Mose von dem Geist, der auf ihm ruht, an die Ältesten, also an „Volksvertreter“, weiter gibt. Das bleibt nicht folgenlos. Sie geraten in prophetische Verzückung, in Begeisterung. Dieser Text erzählt von Begeisterung, Befähigung, Beauftragung. Der Geist Gottes ist kein Privileg oder alleiniger Besitz von einigen wenigen. Er kann und darf weitergegeben werden, er kann und soll eingesetzt werden für das Wohl anderer – und wenn es das angebotene Glas Wasser ist, von dem im Evangelium die Rede ist.

Dieser Text kommt zu einem Zeitpunkt, wo es in unserer Gesellschaft auch um Beauftragung und im Idealfall um Begeisterung geht. An diesem Sonntag findet die Bundestagswahl statt, ein paar Tage später die nächste große Zusammenkunft des Synodalen Weges.

In Bezug auf beide Prozesse gibt es Hoffnungen, aber auch berechtigte Sorgen. Wie steht es um die Dialogbereitschaft, um ein Verantwortungsgefühl für die anvertrauten Aufgaben bei allen Beteiligten? Wie lautete der Satz am Ende der Sonntagslesung? Wenn nur der Herr seinen Geist auf sie alle legte!

Elisabeth Hunold-Lagies

Frauen und Männer verkünden das Wort.“ Nach den bewegenden Erfahrungen des vergangenen Jahres wird in unserem Bistum nun zum zweiten Mal diese Aktion durchgeführt.

Auch in St. Raphael werden an diesem Wochenende Frauen und Männer aus der Mitte der Gemeinde das Wort Gottes auslegen und die Predigten halten. Ich freue mich sehr, dass sich Menschen bereit erklärt haben, sich mit den biblischen Texten auseinanderzusetzen und uns mitzuteilen, was sie in diesen Texten entdeckt haben.

Das Wort Gottes spricht zu uns, spricht uns an, wirkt in uns, wenn wir selbst in der Bibel lesen, oder aufmerksam zuhören, wenn uns ein biblischer Text vorgelesen wird. Die Frage: Was macht der Text mit mir, kann nicht erst nach der Auslegung durch eine professionelle Theologin oder einen professionellen Theologen beantwortet werden. Das Hören auf Gottes Wort fordert uns heraus.

Im Brief des Apostels Jakobus heißt es:

Werdet aber Täter des Wortes und nicht nur Hörer, sonst betrügt ihr euch selbst!

Wer nur Hörer des Wortes ist und nicht danach handelt, gleicht einem Menschen, der sein eigenes Gesicht im Spiegel betrachtet:

Er betrachtet sich, geht weg und schon hat er vergessen, wie er aussah.

Wer sich aber in das vollkommene Gesetz der Freiheit vertieft und an ihm festhält, wer es nicht nur hört und es wieder vergisst, sondern zum Täter des Werkes geworden ist, wird selig sein in seinem Tun. (Jak 1,22-25)

In diesem Sinn erlebe ich es als bereichernd, wenn andere mir mitteilen, wie sie einen biblischen Text verstehen, wie sie versuchen, ihn in ihr Leben umzusetzen und persönliche Schlussfolgerungen zu ziehen.

Ich stelle mir vor, dass gerade in den Anfängen der Christenheit, in der Urkirche das Glaubenszeugnis einzelner viele andere in seinen Bann gezogen hat. Zur Weitergabe und Lebendigkeit unseres Glaubens gehört die Verkündigung des Wortes und die Übersetzung ins eigene Leben, die dann auch für andere zum ermutigenden Glaubenszeugnis werden kann.

Die Gläubigen, die zerstreut worden waren, zogen umher und verkündeten das Wort.

Philippus aber kam in die Hauptstadt Samariens hinab und verkündete dort Christus.

Und die Menge achtete einmütig auf die Worte des Philippus; sie hörten zu und sahen die Zeichen, die er tat.

Als sie jedoch dem Philippus Glauben schenkten, der das Evangelium vom Reich Gottes und vom Namen Jesu Christi verkündete, ließen sie sich taufen, Männer und Frauen.

(Apg 8, 4-6.12)

In diesem Sinn freue ich mich über die Aktion unsers Bistums und wünsche allen Getauften, die sich einbringen, viel Freude und ein gutes Gelingen ihres Engagements.

Andreas Egbers-Nankemann

Wenn einer hinter mir hergehen will, verleugne er sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Mk 8,34

Nachfolge: nicht nur ein bisschen, nicht nur ein klein wenig, nicht nur sonntags, sondern mit der Gewissheit des Kreuzes und dann los. Mir kam der Markus-Text des heutigen Sonntags immer ein wenig düster und wenig hoffnungslos vor. Klar, Jesus ist uns in seinem Leiden vorausgegangen und hat uns erlöst. So weit, so positiv. Aber nach lustigem, fröhlichem oder gar erfüllten Leben klingt das in meinen Ohren nicht. In einem Gespräch in dieser Woche wurde mir aber noch eine andere Facette dieser eigenen Kreuzesnachfolge bewusst. Ich habe neu verstanden, dass es bedeutet, quasi überhaupt in Bewegung zu kommen. Wenn ich Jesus seine Botschaft vom Reich Gottes glaube, dann lässt mich das nicht kalt. Dann bleib ich nicht auf dem Sofa sitzen, sondern die Botschaft bekommt eine Relevanz für mein Leben. Sie verlangt nach Handlungen. Diese Handlungen bringen mich vielleicht zu ganz neuen Erfahrungen. Und die müssen nicht düster und hoffnungslos sein. Sondern können auch ganz fröhlich und bunt daher kommen. Wenn ich allein daran denke, wie bunt, meistens fröhlich und vielfältig all die Menschen sind, die mir auf meinem Glaubensweg begegnet sind. Da bekommt Kreuzesnachfolge noch einmal ein ganz anderes Licht.

Eine gesegnete Woche wünscht Ihnen und Euch,

Andrea Grote

Nicht sehen oder nicht hören können, ist eine massive körperliche Beeinträchtigung, und jede/r Betroffene wird dankbar sein, wenn Heilung versprochen wird. Heilung, die der Prophet Jesaja als Vision verspricht oder die der Taubstumme im Evangelium des heutigen Sonntags durch Jesus erfährt. Die Heilungsgeschichten durch Jesus berichten von ganz außergewöhnlichen Erfahrungen im Leben einzelner Menschen – Erfahrungen, die der größte Teil blinder und gehörloser Menschen nicht machen wird.

Es ist aber auch bekannt, dass blinde oder gehörlose Menschen den jeweils anderen Sinn sehr ausgeprägt haben. Der Blinde hört sehr genau hin, der Gehörlose beobachtet konzentriert und genau. Menschen, die über beide Sinne verfügen, nehmen das Sehen und Hören oft als Selbstverständlichkeit hin – da braucht man sich gar nicht anzustrengen, und da kann auch schon mal etwas übersehen oder überhört werden.

Nicht von ungefähr gibt es die Redensart „da wurden mir die Augen geöffnet“ im übertragenen Sinn, und der sogenannte „Effata-Ritus“ bei der Taufspendung bezieht sich darauf, dass der oder die Getaufte die Ohren für Gottes Wort mit allem, was dazugehört (Gerechtigkeit, Mitmenschlichkeit…) öffnet, meint also gezieltes Hören.

Warum wollen wir so oft vieles nicht sehen und nicht hören? Bequemlichkeit? Überforderung? Angst? So viele Bilder von Leid, so viele Hilferufe, so viele Probleme und Anfragen an mein Verhalten… Da schaue ich doch lieber weg.

Dass uns Augen und Ohren geöffnet werden, ist an vielen Stellen nötig. Sehen und hören ist nicht ausschließlich eine Leistung unserer Sinnesorgane – auch das Gehirn und das Herz haben erheblichen Anteil daran. Und wenn wir glauben, dass uns die neu gewonnenen Eindrücke überfordern, dann können wir auf den Anfang des heutigen Abschnittes aus dem Buch Jesaja hören: „Sagt den Verzagten: Habt Mut, fürchtet euch nicht!“

Elisabeth Hunold-Lagies

In der Lesung aus dem ersten Testament wird vom Propheten Elischa berichtet der die kleine Erntegabe eines Mannes von 20 Gerstenbroten nicht auf den Altar stellt, sondern er gibt sie weiter und lässt sie an 100 Männer austeilen. Wie soll es für alle reichen? Elischa verlässt sich auf den Herrn und sein Wort – und es bleibt noch übrig.

Im Evangelium steht das Wunder von der Brotvermehrung im Mittelpunkt. Ein kleiner Junge bringt Gerstenbrote und 2 Fische, Jesus spricht das Dankgebet und teilt an die Menschenmenge, die ihm gefolgt ist, aus. Die Menschen werden satt, und als die Reste gesammelt werden, bleiben 12 Körbe übrig. Die Menschen betrachten Jesus als Propheten, als ihren (weltlichen) König; daraufhin zieht er sich allein zurück.

Die Texte handeln von Gemeinschaft:

–  die Gemeinschaft der Gläubigen, in der jeder seine (Erstlings-)Gabe für Gott bringt

–  die Gemeinschaft der Zuhörer, die Jesu Wort hören wollen

– die Gemeinschaft, die zusammen Mahl hält

– die Gemeinschaft, die an Jesus glaubt

– die Gemeinschaft, die teilt und dadurch vermehrt

Wie sehr wir die Gemeinschaft mit Freunden, Bekannten und in der Gemeinde brauchen und vermissen, wenn es nicht möglich ist, haben wir alle im vergangenen Winter und Frühjahr erlebt. Ungewollte, erzwungene, diktierte Distanz aufgrund von Krankheit, Alter oder Ansteckungsgefahr lässt uns Einsamkeit, Verlassenheit spüren. Andererseits gibt es auch den gewollten Rückzug –„Jesus zog sich auf den Berg zurück, er allein“ ist der letzte Satz des Evangeliums – auch dieses zur Ruhe kommen, wieder sich selbst zu finden, das Laute und die Anforderungen hinter sich lassen, in der Stille Kraft tanken, benötigen wir Menschen.

Lassen Sie sich in den kommenden Wochen zu den kleinen Ruhepausen des Alltags einladen: ein kurzer Spaziergang mit offenen Augen, vielleicht entdecken Sie etwas bislang Unentdecktes, erfreuen sich am Grün oder an Blumen; ein Blick in den Himmel mit sich immer wandelnden Wolken; ein Text, der Sie anspricht; eine Radtour durch die Wiesen; ein Eis genießen, ob allein oder zu zweit; oder bei der Arbeit: nur einige Male tief durchatmen; suchen Sie sich einen kleinen Freiraum und spüren Sie ihm nach.

Silvia Bursch

„Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind und ruht ein wenig aus!“
Markus 6, 30- 34

Auch die Beiträge der Impulse auf der Homepage gehen ab der kommenden Woche in eine Sommerpause. Der nachstehende Text passt für mich zum heutigen Evangelium und der Sommerpause.

Atempause
Innehalten.
Nicht beten müssen.
Ankommen
in Gottes Gegenwart.

„Ich bin da“,
sagt Gott:
Dort, wo du einen Fuß
vor den anderen setzt.

„Ich bin da,
sagt Gott:
Dort, wo du jetzt bist.

„Ich bin da“,
sagt Gott:
In deiner Atempause,
„Ich bin da“,
In deinem Ein und Aus.

„Ich bin da“,
sagt Gott:
Dort, wo du jetzt bist.

Lass dich sein.
Lass uns miteinander
sein.
Nur einen Atemzug lang.
Julia Kohler

Mein Impuls betrifft Sonntag, den 11. Juli 2021. Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus – Mk 6,7-13.

In jener Zeit rief Jesus die Zwölf zu sich und sandte sie aus, jeweils zwei zusammen. Er gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben, und er gebot ihnen, außer einem Wanderstab nichts auf den Weg mitzunehmen, kein Brot, keine Vorratstasche, kein Geld im Gürtel, kein zweites Hemd und an den Füßen nur Sandalen. Und er sagte zu ihnen: Bleibt in dem Haus, in dem ihr einkehrt, bis ihr den Ort wieder verlasst. Wenn man euch aber in einem Ort nicht aufnimmt und euch nicht hören will, dann geht weiter, und schüttelt den Staub von euren Füßen, zum Zeugnis gegen sie. Die Zwölf machten sich auf den Weg und riefen die Menschen zur Umkehr auf. Sie trieben viele Dämonen aus und salbten viele Kranke mit Öl und heilten sie.

Was ist Ihre Lieblingssendung? Tagesschau, Tatort, Wer wird Millionär? Oder denken Sie ans Internet? Streaming? Eine bestimmte Nachricht im Messenger? Die erwartete Mail eines lieben Menschen vielleicht? Oder an jede Gewinnbenachrichtigung der Lottogesellschaft etwa? Bei der Frage der Lieblingssendung würde man zahllose verschiedene Antworten bekommen. Vermutlich kein Mensch denkt dabei an eine fromme Frage, an eine Glaubensfrage, oder?

In unserem Informationszeitalter hat ‘Sendung’ eine neue Bedeutung bekommen.

Im Evangelium sendet Jesus seine Apostel in die Welt, die Frohe Botschaft zu verkünden. Die Jünger sind erfolgreich. Sie taten den Menschen Gutes und heilten sie sogar. Wir alle sind gesendet, genauso wie die Jünger Jesu, seine Apostel.

Aus christlicher Sicht kann die Beantwortung der Frage nach der Lieblingssendung lauten: Gott sendet mich, um seine frohe Botschaft des Friedens und der Liebe in die Welt zu tragen. Diese Nachricht mögen die Menschen aufnehmen, um Gott nachzuspüren. Sie können erfahren, worauf es in unserem christlichen Glauben ankommt.

Ihnen und mir wünsche ich bei dieser Sendung auch Erfolg, wenig Störungen auf dem Nachrichtenweg und auch, dass wir stets willkommen sind.

Wolfgang Syma

Die erste Lesung zum heutigen Sonntag steht im Buch Ezechiel (Ez 1,28c-2,5) und handelt von der Berufung Ezechiels zum Propheten.

Der Herr ruft Ezechiel, den Sohn des Priesters Busi und sagt ihm, dass er sich auf seine Füße stellen soll, weil er mit ihm reden will. Der Geist Gottes stärkt ihn, damit er sich auf seine Füße stellen kann. Der Name Ezechiel bedeutet „Gott möge stark/kräftig machen“.

Gott sendet Ezechiel zu den abtrünnigen Völkern, zu den Söhnen Israels mit trotzigem Gesicht und hartem Herzen, um ihnen als unerbittliche Gerichtsbotschaft das Ende und die Zerstörung des Tempels anzukündigen. Ja, sogar als „Haus der Widerspenstigkeit“ wird Israel bezeichnet.

Doch wer hört auf die Worte eines Propheten?

Im Markus-Evangelium (Mk6,1b-6) wird anschaulich berichtet, wie wenig Jesus mit seiner Botschaft Gehör in seiner Heimatstadt fand. Er war ja nur der Zimmermanns-Sohn.

Auch mit uns will Gott heute immer wieder reden und uns „auf die Füße stellen“, damit wir seine Frohe Botschaft verkünden unter den Völkern. Wir können uns darauf verlassen, dass er uns seinen Geist gibt, uns stark/kräftig macht, wenn wir nur bereit sind, uns auf ihn einzulassen.

„Dein Heil lass uns verkünden, Gott, von Tag zu Tag,

mit der Freude des Glaubens, mit der Kraft der Hoffnung, mit der Macht der Liebe.

Dein Heil lass uns verkünden, Gott, von Tag zu Tag, über alle Grenzen,

gegen alle Widerstände, wider alles Unheil!

Dein Heil lass uns verkünden, Gott, von Tag zu Tag, mit Liedern und Tanz,

mit Anmut und Poesie, mit Herzen, voll von Dank.“

(in Anlehnung an Psalm 96)

Edeltraud Lange-Mock

Glauben Sie an Wunder?  Für mich gibt es sie und sie gehören zum Leben dazu, die völlig unerwarteten Überraschungen, die nicht abzusehenden und nicht zu hoffen gewagte Entwicklungen, die tief berührenden, erstaunenswerten Ereignisse: die Wunder halt.

Dabei geht es für mich nicht um Ereignisse und Geschehnisse, die im Gegensatz zu den Naturgesetzen und deren Abläufe stehen.

Von zwei wunderbaren Jesusbegegnungen berichtet das heutige Evangelium. Zwei Menschen – eine ältere und eine jüngere Frau – kommen mit Jesus in Kontakt. Beide sind vom Leben ausgeschlossen.  Die Eine ausgeschlossen, weil sie krank ist und unrein – nach damaliger Definition und Ordnung. Die andere – ganz Jung -, hat überhaupt noch nicht gelebt und ist doch schon schlafend tot.

Die Begegnung mit Jesus holt beide zurück ins Leben. Jesus nimmt das Mädchen an die Hand und sagt „Mädchen, ich sage dir, steh auf“ (Mk 5,41) und die kranke Frau hört Jesus sagen:

„Meine Tochter, dein Glaube hat dich gerettet“ (Mk 5,34). Damit ist klar: Es ist der Glaube an die rettende und heilende Kraft Jesu, der wunderbares vollbringen kann.  Dieses Wunderbare geschieht in einer intensiven, persönlichen Begegnung zwischen dem gläubigen Vertrauen der beiden Frauen (für das „tote“ Mädchen stellvertretend durch den Vater -Mk 5,24) und dem heilschenkenden Jesus.

Jesus reicht ihnen die Hand, eröffnet ihnen neue Lebensräume. Er richtet sie auf und zeigt damit: Gott will das Leben!

Die Bibel erzählt häufiger davon:

Überall wo Jesus Glauben fand, geschahen solche Wunder zum Leben hin. Ich bin davon überzeugt davon: das gilt auch heute noch.

Bernard Tenberge

Er sagte zu ihnen:

Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen Glauben?

                                                                                                           Markus 4, 40

Der lateinische Begriff „credere cor dare“ bedeutet „mit dem Herzen an etwas hängen“. Manche sagen: Glauben heißt nicht wissen.

….Wissen ist etwas, das im Kopf passiert und glauben ist etwas, das im Herzen passiert.Glaube heißt überzeugt sein von Dingen, die man nicht sieht und auf etwas hoffen.

Jesus hatte die bedingungslose Überzeugung des Glaubens eins mit dem Vater zu sein und konnte deshalb voller Hingabe und vertrauensvoll im Boot schlafen; trotz äußerer stürmischer See.

Was auch in unserem Leben trägt, was die Ängste in uns überwindet, das ist das unerschütterliche Vertrauen, das Gott bei uns ist und uns schützt und begleitet. Denn im Glauben sind wir alle Töchter und Söhne Gottes in Christus Jesus.

Christine Gottschalk

Die Schöpfung enthält Geheimnisvolles. Wer kann sich schon angesichts eines winzigen Samenkorns den später üppig gewachsenen Baum vorstellen? In dem berühmten Gleichnis, das an diesem Sonntag in den Gottesdiensten vorgelesen wird, weist Jesus darauf hin, dass gerade aus dem kleinsten Samenkorn, dem Senfkorn, der größte Baum entsteht. In dem Abschnitt aus dem Markusevangelium war auch die Rede davon, dass der Mann, der den Samen ausstreut, nicht wirklich weiß oder versteht, was genau geschieht, wie es zum Wachstum kommt. Er streut den Samen aus nach bestem Wissen und Gewissen und muss dann warten und auf den Wachstumsprozess, auf die Schöpfung, vertrauen. Es ist natürlich nicht so, dass der Mensch nur passiv ist. Er kann zur richtigen Zeit am richtigen Ort etwas einpflanzen oder aussäen. Er kann aber auch aus Unachtsamkeit oder Verschwendungssucht Wachstum zerstören. Er hat also eine Verantwortung gegenüber der Schöpfung. Dass er diese Verantwortung oft ungenügend wahrnimmt, ist ein großes Thema für sich.

Mich spricht heute ein anderer Aspekt an. „Der Samen keimt und wächst und der Mann weiß nicht, wie.“  Einen eigenen Beitrag leisten, den Samen einpflanzen – das ist uns vertraut, das tun wir tagtäglich in den unterschiedlichsten Lebensbereichen. Dann aber zu warten, es zuzulassen, dass etwas wächst, ohne dass wir es unter Kontrolle haben – das fällt oft nicht mehr so leicht. Das setzt voraus, dass wir auf andere Kräfte vertrauen: auf das Geheimnisvolle der Schöpfung, auf die Kreativität anderer Menschen, mit denen wir zusammen leben und arbeiten, und auf das Wirken des Heiligen Geistes. Der Samen wächst, und ich weiß nicht, wie. Der Geist wirkt, und ich weiß nicht, wie. Unerwartetes erleben wir oft als beängstigend. Aber es kann auch ganz anders sein: befreiend.

Elisabeth Hunold-Lagies

„Das geht doch so nicht!“ „ Das kannst du doch nicht machen!“ „Was sollen denn die Leute denken?“ Es war auf dem Dorf im Münsterland, auf dem ich aufgewachsen bin, meinen Eltern wohl sehr wichtig, was die Leute über unsere Familie dachten. Wir Kinder hatten uns zu fügen.

Diese Erinnerungen waren spontan da, als ich die ersten Sätze des Evangeliums vom heutigen Sonntag las. Die Angehörigen Jesu verstehen ihn nicht mehr; sie halten ihn für krank. „Er ist  von Sinnen“. „Er muss, wenn nötig mit Gewalt zurückgeholt werden.“ ( Mk3,21)

Als man mitteilte: „Siehe deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und suchen dich“ kommt eine erschreckend radikale Reaktion: „Wer ist meine Mutter und wer sind meine Brüder?“ Damit wird die Abgrenzung zur Herkunftsfamilie als einzig wichtiger Bezugsrahmen endgültig. Mein Weg, mein Auftrag ist ein anderer und ich gehe diesen Weg, ob es euch gefällt oder nicht. Ein Löse- und Emanzipationsprozess, der sich nicht nur damals sondern bis heute immer und immer wieder in Familien ereignet und ereignen muss. Hoffentlich nicht immer so dramatisch, aber wenn es denn sein muss auch so.

Erfreulich ist, dass Jesus im heutigen Text das Familienbild nochmals aufnimmt. Er schaut auf die vielen, die um ihn sind, die ihm folgen, die seine Botschaft hören, dieser trauen und sie leben wollen: „Das hier sind meine Mutter und meine Brüde

„Wer den Willen Gottes tut, der ist mir Bruder, Schwester und Mutter.“ Schön so! Lassen wir uns durch keine Schriftgelehrten, keine Dämonen oder Aber-Geister aus diesem Familienband herauslösen.

Bernard Tenberge

Dieses Brot ist das lebendige Brot und sein Blut, das vergossen wurde, ist das Unterpfand des neuen Bundes zwischen Gott und den Menschen.

Dieses Mahl zu feiern und seiner zu gedenken hat er uns aufgetragen.

Nirgendwo sonst kann eine engere Verbindung mit ihm und demzufolge auch mit dem Vater und dem Sohn hergestellt werden, als in der direkten Kontaktaufnahme durch die Teilnahme an der Kommunion in der Eucharistiefeier.

Wo immer Eucharistie gefeiert wird, ob im großen Dom oder einer kleinen Kirche eines entlegenen Ortes, da ist Jesus Christus, unser Hoher Priester, in Brot und Wein zugegen und lässt uns teilhaben an der Fülle seiner Gnade.

Am 11. August 1264 erhob Papst Urban IV. Fronleichnam als „Fest des Leibes Christi“ mit der Enzyklika, an der Thomas von Aquin beteiligt war und die berühmte Sequenz „Laude, Sion Salvatorem“ geschrieben hat, die von Maria Luise Thurmair 1972 übertragen wurde. Wie oft haben wir schon diese Sequenz in Liedform gesungen!

„Er ist uns im Brot gegeben, Brot, das lebt und spendet Leben, Brot, das Ewigkeit verheißt, Brot, mit dem der Herr im Saale dort beim österlichen Mahle die zwölf Jünger selbst gespeist……

(Lieder zu Fronleichnam: GL 880, 883, 885, 886 u. a.)

Edeltraud Lange-Mock

In unserer westlichen Kultur definiert sich der Mensch in erster Linie als ein Wesen der Vernunft. Alle seine Handlungen basieren auf dieser Entscheidung. Die Vernunft ist zum grundlegenden Paradigma für das Verstehen und den Aufbau der gesamten menschlichen Welt geworden. Die Geschichte des Westens kennt zwar auch einige andere Modelle des Verstehens der Welt und des Handelns in der Welt, und doch gehen sie alle letztendlich auf Vernunft zurück. Auch die Theologie als das Bestreben des Menschen, jene Fragen zu beantworten, die über den Horizont der Geschichte und Existenz hinausreichen, wird von der Vernunft bestimmt: Mit Ausnahme der Mystik beginnt und endet unsere gesamte Theologie in der Metaphysik.

Wenn wir heute, an diesem Tag im Jahr 2021 das Dreifaltigkeitsfest feiern, stehen wir, wie auch schon Generationen vor uns, vor dem Geheimnis des Lebens Gottes. Was können wir aber über Gott wissen? Alles, was die Theologie über Gott sagen kann, einschließlich der subtilsten theologischen Spekulation, sind immer nur maximierte Aussagen über die Welt. Wenn wir zum Beispiel behaupten, dass die Dinge unserer Welt gut sind, dann sagen wir von Gott, dass er selbst Güte ist. Wenn wir behaupten, dass Menschen wahrhaftig sind, sagen wir von Gott, dass er selbst Wahrhaftigkeit ist. Wenn wir den Menschen und der Welt Vernunft zuschreiben, dann sagen wir, dass Gott die Vernunft selbst ist und so weiter. Alle unsere positiven Aussagen über den Gott werden in höchstem denkbarem Maß geäußert. Das rationale Paradigma kann nicht mehr als das. Das Gefühl aber, dass all dies zu klein, zu schwach und unangemessen ist, in der Rede von Gott, ist in der gesamten Geschichte des Christentums vorhanden. Alles, was wir über Gott wissen, und der subtilste Teil unserer Kultur ist genau diesem Thema gewidmet, ist nicht viel. Zumal dieses Wissen im Allgemeinen nicht in der Lage ist, das Leben einer Person zu verändern, und insbesondere nicht in der Lage ist, eine Person zu retten.

Deshalb war das Wissen im Christentum, obwohl es immer als Wert angesehen wurde, nie das höchste, das der Mensch erreichen kann. Im Gegenteil, auf einer höheren Ebene als das Wissen im Christentum steht die Liebe als die Haltung, durch die der Mensch Gott am ähnlichsten wird und durch die er am tiefsten in das Geheimnis seines Lebens eintritt.

Indem wir das Fest der Dreifaltigkeit Gottes feiern, versuchen wir, das Geheimnis des Lebens Gottes zu verstehen. Es kann für uns lebenswichtig werden und wir können nur dann daran teilnehmen, wenn unser Leben von Liebe durchdrungen ist. Und unsere Gemeinde auch. Da Gottes Liebe unbegrenzt ist, wird auch von uns das Maximum verlangt. Alles andere reicht nicht aus. Denn Gott hat seinen Sohn in die Welt gesandt, um das Geheimnis der unermesslichen Liebe zu enthüllen, und dass wir dadurch Leben haben, in Fülle, um es zu haben. Indem wir das Fest der Allerheiligsten Dreifaltigkeit feiern, feiern wir das Leben in Fülle. Für uns!

Ivica Studenović

“ Aber es kommt die Zeit und sie ist jetzt schon da, da werden die wahren Anbeter den Vater im Geist

und in der Wahrheit anbeten. Solche Anbeter will Gott haben. Denn Gott ist Geist und die ihn anbeten,

müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.“      Johannes 4, 19-26

Mein persönliches Pfingsten begann, wie bei der Frau am Jakobsbrunnen durch eine ganz persönliche Gotteserfahrung, die mich ganz neu auf einen veränderten Kurs ausgerichtet hat. Dadurch bin ich mit Menschen in Kontakt gekommen mit denen ich Erfahrung, Kraft und Hoffnung teilen kann. Durch Gebet und Meditation versuche ich meine bewusste Verbindung zu Gott, wie ich Gott verstehe, zu vertiefen.

Jesus ist für seine persönlichen Gebete immer wieder in seine „stille Kammer“ eingekehrt um allein zu beten. Das kann eine sehr tiefe, oft erschreckende und auch schmerzhafte Zeit sein. Aber auch mit Momenten tiefen Friedens und Verbundenheit mit Allem, über die Schranken von Nationen, Religionen, Konfessionen, Zeit und Raum hinaus.Verbunden durch den Atem, Ruach was im Hebräischen Wind, Atem, Geist und auch Energie oder Lebenskraft bedeutet. Ein- und Ausatmen ist die Gegenwart in der Alles im Atem Gottes als Leib Christi verbunden ist.

Pfingsten war die Gotteserfahrung des gemeinsam im Geiste Christi Seins für die Apostel. Sie kannten Jesus als Mensch, haben seine Liebe und sein Einssein mit dem Vater erkannt und durch seinen Tod und die Auferstehung erfahren. Durch Jesus Verheißung des hlg. Beistands waren sie, jeder in seiner eigenen Sprache, in der Liebe Gottes miteinander verbunden. Diesen Geist haben sie weitergegeben.

Pfingstmontag bedeutet deshalb für mich, mich jeden Tag bewusst neu auszurichten auf meine Beziehung zu Gott und den Menschen. Mein Morgengebet lautet:

Guter Gott, alles was ich bin und was ich sein werde, vertraue ich Dir zur Heilung und zur Führung an. Gestalte Du diesen Tag neu, während ich alle meine Ängste und meine Sorgen im Vertrauen darauf, dass Du immer bei mir bist, loslasse. Bitte hilf mir dabei mich Deiner Liebe zu öffnen, damit Deine Liebe meine Wunden heilt und damit Deine Liebe durch mich hindurch und von mir zu denen fließt die um mich sind. Möge heute, wie an jedem Tag, Dein Wille geschehen.Lass mich Deinen Willen den Du heute für mich hast erkennen und gib mir bitte die Kraft, ihn auszuführen.     Amen.

Christine Gottschalk

Sende aus deinen Geist und das Antlitz der Erde wird neu

Nach der Auferstehung Jesu haben sich seine Nachfolger zurückgezogen. Sie hatten Angst vor Verfolgung. Sie trafen sich untereinander, redeten und beteten miteinander. Die Freude war groß, wenn der Auferstandene sich ihnen zeigte. Dann stieg Jesus in den Himmel auf und wurde ihren Blicken entzogen; den Heiligen Geist hatte er ihnen versprochen.

Die Apostelgeschichte erzählt in starken Bildern vom Pfingstereignis:

ein Brausen wie ein heftiger Sturm,

Zungen von Feuer lassen sich auf den Jüngern nieder.

Dann können sie reden und lassen sich nicht aufhalten. Die Menschen der unterschiedlichen Völker und Sprachen können verstehen, dass sie Gott loben.

Welch ein Unterschied: aus Angst wird Mut, aus engem Raum in die Stadt und die Welt,

der Abschluss der Osterzeit wird zu einem vom Geist getragenem Aufbruch.

Der damalige Aufbruch zieht sich durch eine 2000jährige Geschicht, bis heute, bis zu uns.

Auch uns ist der Heilige Geist zugesagt, auch wir können uns von ihm erfüllen lassen.

Den Heiligen Geist selbst können wir nicht sehen, aber wir können sehen, was er bewirkt:

ein gutes Wort zur rechten Zeit

Trost in einer schweren Situation

Hilfe, die angeboten wird

ein Gedanke der trägt

Mitgefühl für den Nächsten

Freude, die ansteckend ist

Gemeinschaft, die gelebt wird

Glaube, der weitergegeben wird

Lassen wir uns anstecken…

Silvia Bursch

Am heutigen Sonntag hören wir den Abschluss der Abschiedsreden Jesu. Jesus blickt zurück und bereitet seine Jüngerinnen und Jünger auf die Zeit danach vor, auf die Zeit ohne ihn. Gleichzeitig richtet er sich an Gott und bittet ihn darum, seine Nachfolgerinnen und Nachfolger zu bewahren und in der Wahrheit zu heiligen.

‚Die Welt‘ und ‚der Himmel‘ werden in den Texten gegenüber gestellt. Die Welt wird als etwas Feindliches und Gefährliches dargestellt, vor dem sich die Gemeindemitglieder durch eine große Solidarität untereinander schützen können. Sie sollen in der Welt bestehen können und nicht den Versuchungen erliegen, die rund um sie vorhanden sind.

Für uns als Gemeinde kann dies ein wertvoller Hinweis sein, wie wir uns in unserer heutigen Welt verhalten können. Jesus und sein Leben dienen als unser Kompass. Jesus möchte uns in seiner Nachfolge in die göttliche Wirklichkeit  mit hineinnehmen. Die Liebe untereinander, zu uns selbst und unserem Nächsten, ist die Grundlage allen solidarischen Handelns.

Immer wieder werden wir als Christinnen und Christen vor die Frage gestellt, an welcher Stelle genau dies sichtbar werden kann und soll. Wir machen uns in Gebeten, im Gottesdienst, im Lesen der biblischen Texte den Kern der Botschaft immer wieder bewusst. Bei allen Entscheidungen, die wir tagtäglich treffen müssen, kann dies unsere Leitlinie sein.

Dann werden wir die ‚Freude in Fülle‘ haben. Welch tröstlicher Gedanke!

Annette Prevot

„Jesus wurde vor ihren Augen emporgehoben und eine Wolke nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken.“ Apg 1,9

Und plötzlich ist er nicht mehr da. Noch eben waren die Jünger mit ihm, dem Auferstandenen zusammen und im nächsten Augenblick wird er ihren Blicken entzogen. Leere, Stille, Aufregung? Was mögen die Freunde Jesu gedacht haben, dass er, der sie zu einem neuen Leben aufgerufen hatte, sich plötzlich ihrer Verfügbarkeit entzog?

Mir geht es oft nach Besuchen so. Plötzlich war noch Jubel, Trubel, Heiterkeit in meiner Wohnung, Beziehung zum Anfassen, Gespräch, Gehört-Werden und plötzlich bin ich wieder allein. In diesen Augenblicken spüre ich sie auch, die Leere und die Stille. Das dauert nicht lang, aber einen kleinen Moment lang, bin ich fremd in meinem eigenen vier Wänden. Und muss wieder mit mir selbst klar kommen.

Vielleicht ging es den Jüngern damals auch ein bisschen so. Vielleicht auch ganz anders. Worin wir uns gleich sind: Wir leben ein Leben in der Nachfolge Jesu, mit dem Auftrag, ihn, das Reich Gottes zu verkünden, Liebe zu leben. Jeden Tag auf’s Neue. Bis er wiederkommt.

Andrea Grote

Der Text des heutigen Evangeliums aus Joh. 15, 9-17 zählt zu den sogenannten „Abschiedsreden Jesu“ und steht unter dem Motto: Die Verheißung unverbrüchlicher Liebe.

Gott ist Liebe: uneingeschränkt, ja, vollkommen.

Jesus sagt: Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe! Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben, so wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe.

Pfarrer Dau hat uns in St. Raphael viele Jahre am Palmsonntag anstelle der vorweg genommenen Passion Auszüge aus den Abschiedsreden Jesu vorgetragen. In den Kapiteln 13-17 bei Johannes lesen wir das Vermächtnis Jesu, sein Testament, bevor er hingeht, das Passah zu feiern und sein Leben hinzugeben für die Schuld der ganzen Welt.

Auf diesem Liebesgebot und den sich daraus ergebenden Werten und Regeln baut sich unser ganzes christliches Leben auf. „Liebe ist zu tun, gib dass wir dich tun“ heißt es in einem Lied. Das bedeutet ein aktives Umsetzen dieses Liebesgebotes.

Der Schriftsteller Johannes Mario Simmel hat in den 60er Jahren unter anderem die Romane „Liebe ist nur ein Wort“ und „Gott schützt die Liebenden“ geschrieben. Was er darin zum Ausdruck bringt, sind Beziehungen und Lebensläufe, die nur dann gelingen oder wieder gut werden, wenn Liebe gelebt wird, Liebe, die nicht nur so dahin gesagt ist, sondern aus dem Herzen kommt und den ganzen Menschen erfüllt, damit er in Beziehung zu Gott und seinen Mitmenschen, ja der ganzen Schöpfung tritt.

Edeltraud Lange-Mock

An diesem 5. Sonntag in der Osterzeit werden wir ziemlich gefordert. Wir hören das Evangelium nach Johannes 15,1-8. ‚Ich bin der wahre Weinstock‘ sagt Jesus über sich und erfüllt, was an mehreren Stellen in der Heiligen Schrift darüber gesagt wird, was das Volk Israel ist und sein soll. Etwa in Jes 5,1-7.

‚Ich-bin‘ Aussagen Jesu finden sich in allen vier Evangelien. Am häufigsten bei Johannes.

In seiner Bildrede vom Weinstock macht Jesu anhand der wegzuwerfenden Rebe deutlich, dass Verderben droht, wende sich ein Mensch ab von ihm. Wir finden eine eindringliche Warnung. Jesus mahnt uns zum Bleiben in gläubiger Verbundenheit mit ihm.

Jesu Bildnis vom Weinstock verdeutlicht keine gewohnte Liebe, Vergebung oder Gnade Gottes, sondern zeigt klar das entweder oder auf. Ich finde, die Rede polarisiert und kann Angst erzeugen.

Bin ich immer fruchtbar als Weinrebe? Bleibe ich stets verbunden mit Jesus? Kann ich meinem Schicksal, abgeschnitten und ins Feuer geworfen zu werden, entgehen? Vielleicht bin ich als Mensch nicht immer stark genug, Jesu hohem Anspruch zu genügen. Aber es lohnt sich, immer wieder aufs neue zu versuchen, meinen Glauben zu prüfen, ggf. umzusteuern und Jesus Christus im Hier und Heute nachzufolgen. Es ist nämlich ein erhabenes Gefühl auf Erden, bewusst christlich zu leben und zu handeln.

Jesus ist mein Partner, mein ständiger Begleiter. In dem Gedicht von den Fußspuren im Sand, erschrak ich, als ich entdeckte, dass an vielen Stellen meines Lebensweges nur eine Spur zu sehen war. Und das waren gerade die schwersten Zeiten meines Lebens. Aber der Herr sagt mir. „Mein liebes Kind, ich liebe dich und werde dich nie allein lassen, erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten. Dort wo du nur eine Spur gesehen hast, da habe ich dich getragen.“

Mit österlichem Gruß

Wolfgang Syma

Wie sehr habe ich mich gefreut über die Bilder und Nachrichten vom Besuch des Papstes im Irak. Noch mehr war ich berührt von der Botschaft dieses Besuches und die Auswirkungen. Eine Ermutigung zur Versöhnung, eine Kraftquelle und Hoffnungsquelle für die Menschen. Ein Beitrag zur Versöhnung über Grenzen und Religionen hinaus.

So stelle ich mir gute Hirten heute vor.

Hirte, ein Wort, eine Bezeichnung, die schon im Ersten Testament für religiöse und politische Führende gebraucht wurde und das bis heute von Bischöfen und Päpsten in Anspruch genommen wird.

Wir brauchen sie in unserer zerrissenen Welt und Kirchen so dringend: Hirten, aufmerksam hinhörend, die ehrlich miteinander sprechen, die zusammenführen, die versöhnen und die auch mal neue Wege gehen: mit denen, die Ihnen anvertraut sind und für alle Menschen.

Im heutigen Evangelium sagt Jesus von sich selbst: „Ich bin der gute Hirte“! Ich kenne die Meinen und die Meinen kennen mich…ich gebe mein Leben hin für die Schafe.

Erschreckend lese ich weiter: „Der bezahlte Knecht aber, der nicht Hirt ist und dem die Schafe nicht gehören, lässt die Schafe im Stich. … auch diese Beschreibung hören wir schon im Ersten Testament und sie lässt sich bedenkenlos bis heute durchziehen, schlechte Hirten, oft weit weg von der Herde, oft gut gemeint ängstlich, oft schüchtern, ihren Auftrag nicht erfüllend. Bezahlte, schlechte Hirten.

Gerne bete ich im Psalm: „Der Herr ist mein Hirt, nichts wird mir fehlen. Er lässt mich lagern auf grünen Auen und führt mich zum Ruheplatz am Wasser. Meine Lebenskraft bringt er zurück … Ja, Güte und Huld werden mir folgen mein Leben lang.“  Die Wahrheit dieser Psalm- Sätze habe ich in meinem Leben oft erfahren dürfen.

Bernard Tenberge

Wie nun? Habe ich was falsch verstanden? In allen biblischen Texten des heutigen 3. Ostersonntags ist von Sünde und von nötiger Umkehr die Rede. Ist das nicht eher Thema der österlichen Bußzeit?

Ich möchte jetzt lieber etwas zu anderen Themen hören: zu neuem Leben, zu Befreiung, zur Osterfreude.

Nun, vielleicht ist das zu naiv, zu sehr schwarz-weiß gedacht. So, wie sich in den Osterberichten stets Erschrecken, Furcht und Unverständnis in die Freude über die Auferstehung mischt, so gehört zum menschlichen Leben auch immer Unvollkommenes und Fehlerhaftes dazu – selbst in den Phasen eigener Zufriedenheit.

Und dann erinnere ich mich an das Wort aus dem Johannesevangelium, in dem Jesus uns „Leben in Fülle“ verheißt. Und dann denke ich: „Leben in Fülle“ gibt es erst, wenn das neue Leben, die Befreiung und die Osterfreude, wovon ich gerne hören möchte, allen zuteilwird. Das ist aber erst der Fall, wenn wir nicht mehr egoistisch, gleichgültig gegenüber dem Schicksal anderer, gleichgültig gegenüber dem Gebot der Nächstenliebe sind. Freude über eine ausschließlich mir geschenkte neue Perspektive ist unvollkommen, ein Gotteslob, das den Notleidenden vergisst, ebenso. Und vor diesem Hintergrund ist die Aufforderung zum Überdenken und Korrigieren des eigenen Handelns wichtig und sinnvoll. Um die Osterfreude noch tiefer empfinden zu können….

Elisabeth Hunold-Lagies

Hinter verschlossenen Türen sitzen – ein Bild für unsere aktuelle Situation?

Die Jünger saßen aus Furcht hinter verschlossenen Türen. Gewiss, sie hatten Angst vor den Juden. Sie haben sich versteckt und abgesondert. Ähnliches passiert gerade in unserer Gesellschaft mit einem ganz anderen Hintergrund, der Pandemie.

Die Sorge um die eigene Gesundheit und die der Mitmenschen führt zu einer Vereinzelung der Menschen. Versammlungen werden kritisch betrachtet. Nähe und Begegnung werden schmerzlich vermisst.

Ich wünsche uns die Begegnung mit Jesus als dem Befreier von Sorgen und Ängsten. Jesus sagte zu den Jüngern: ‚Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.‘

Lasse ich mich in seinem Sinn senden? Oder brauche auch ich zunächst noch mehr Klarheit, so wie Thomas, ein Jünger, der bei dieser Begegnung nicht anwesend war?

Annette Prevot

Die Schrift ist erfüllt.

Das Leiden und Sterben Jesu vollbracht.

Manche Jünger haben es beobachtet, manche sind geflohen. Die Angst: sie könnten in Mitleidenschaft gezogen werden. Aus Enttäuschung, dass Jesus nicht der mächtige Herrscher war, den sie sich so vorgestellt hatten. Dann waren da die Frauen, die erzählten, dass sie am Grab waren, aber den Leichnam nicht fanden. Dafür sei ein Engel erschienen und hat verkündet: Er lebt!

Zwei von den Jüngern machen sich auf den Weg nach Emmaus und reflektieren das Geschehen. Da gesellt sich ein Fremder zu ihnen und sie erzählen aufgeregt das Geschehen der letzten 3 Tage. Der Fremde legt ihnen die Schrift aus und erklärt das Geschehene.

Sie laden ihn ein, zu bleiben und mit ihnen zu essen. Gemeinsam sitzen sie am Tisch und der Fremde nimmt das Brot, spricht den Lobpreis, bricht das Brot und gibt es ihnen. Dann ist er verschwunden.

Da gehen ihnen „die Augen auf“ und der Verstand begreift.

Eilig gehen sie zurück nach Jerusalem zu den anderen Jüngern und legen Zeugnis ab: Der Herr ist wirklich auferstanden. Wir erkannten ihn am Brotbrechen (Lk 24,13-35).

Miteinander auf dem Weg sein, sich austauschen, Gastfreundschaft anbieten, miteinander das Brot brechen, erkennen und wieder auf den Weg machen, um das Erkannte weiterzugeben, Zeugnis abzulegen. Da ist Jesus unser Begleiter und Beistand, unser Inspirator, unsere Wegzehrung, bis wir angekommen sind in dem neuen, ewigen Leben bei seinem und unserem Vater.

Edeltraud Lange-Mock

In den Evangelien begegnen uns mehrere Ostererzählungen, die bei allen Unterschieden eins gemeinsam haben: sie berichten nicht von ungetrübter, ungestörter Freude, sondern sie berichten zunächst von Erschrecken, Entsetzen, Furcht und Nicht-verstehen.

In diesem Jahr sieht die Leseordnung für die Osternacht die Schilderung des Evangelisten Markus vor. Zu einer Begegnung mit dem auferstandenen Jesus kommt es im entsprechenden Abschnitt noch nicht. Aber die Frauen, die zum Grab gehen, machen eine ganz andere Hoffnungserfahrung. „Wer wälzt uns den schweren Stein weg?“ ist die sorgenvolle Frage auf dem Weg zum Grab. Und dann das: der Stein („er war sehr groß“ betont Markus noch einmal) ist bereits weggewälzt! Und dann ist da „ein junger Mann im weißen Gewand“, ein Bote, der die Situation erklärt, der erste Schritte aufzeigt, wie es weitergehen kann. Auch wenn die Frauen vielleicht nicht alles sofort verstehen, auch wenn es Zeit brauchen wird, bis sie dem Boten bzw. der Botschaft vertrauen können – eines ist doch klar: es wird weiter gehen, irgendwie, ihr Weg mit Jesus ist noch nicht zu Ende; der schwere Stein, alles, was als Last, Angst, Sorge auf ihnen lastet, ist schon zur Seite gerückt. Er ist nicht weg, er ist noch sichtbar, aber zur Seite gerückt.

Wo ist mein Platz bei diesem Ostertext?

Wem traue ich zu, die „großen Steine“ wegzuräumen? Lasse ich mich vielleicht selbst auf den Weg schicken, um eine Botschaft von neuen Perspektiven und von Hoffnung weiterzutragen?

Ich wünsche uns allen, dass wir Wörter hören oder anderen sagen können, die neues Leben und neue Wege zeigen – im persönlichen Lebensweg, im Glauben und in der gegenwärtigen Krise, die uns alle betrifft. Ich wünsche uns allen das Vertrauen, dass EINER all diese Wege mitgeht: Jesus – für uns. Gesegnete Ostern!

Elisabeth Hunold-Lagies