Berichte

Speisensegung
Sonntag, 05. April 2015

Ein vor allem in der polnischen Tradition fest verankerter Brauch ist die Segnung des Osterfrühstücks. Am Nachmittag des Karsamstags kommen deshalb viele Familien mit kleinen Körbchen für das Osterfrühstück in die Kirche. Darin enthalten sind Brot und gebackene Osterlämmer, Butter, gefärbte Eier und Salz, oft auch Wurst und Trauben und natürlich auch Schokoladenostereier. Während einer kleinen Andacht mit Liedern, einem Schriftwort und Gebeten werden sie durch die Besprengung mit Weihwasser gesegnet.

Entscheiden ist natürlich nicht die Segnung der Speisen; entscheidend ist vielmehr, dass sich am Ostermorgen alle in einer gesegneten Gemeinschaft zusammenfinden. Für die Kinder wird darüber hinaus jedes Jahr ein Symbol erklärt: Mal sind es die Ostereier, mal die Osterhasen, mal Brot und Salz. Auch viele Erwachsene hören dann gespannt zu, denn längst nicht alle wissen über die jeweilige Symbolik Bescheid.

In St.Antonius und St.Hedwig sind es jedes Jahr 100 bis 130 Osterkörbchen, die gesegnet werden, in St.Thomas sogar 150 bis 180. Hier ist die Kirche, wohl auch wegen der günstigen Uhrzeit übervoll und viele müssen stehen. Mitunter kommt es auch vor, daß es wegen der Fülle an Körbchen zu Vertauschungen kommt und das eigene nicht mehr gefunden wird - egal: Gesegnet sind sie alle!

Wir wünschen allen Familien „Gesegnete Ostern!" und dass von ihrer Mahlgemeinschaft am Ostermorgen Segen ausgeht!

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