Berichte

Gottesdienst zur Überreichung des Zertifikats „Faire Gemeinde“
Sonntag, 19. Januar 2014

Als erste katholische Gemeinde Bremens ist die Gemeinde St. Raphael mit dem Zertifikat „Faire Gemeinde" des Bistums Osnabrück ausgezeichnet worden. Im Frühjahr 2012 wurde die Aktion von Bischof Bode ins Leben gerufen. Gemeinden sollten ermutigt werden, ihr Verhalten im Hinblick auf einen solidarischen und ökologisch verantwortbaren Umgang mit den Menschen überall auf der Welt und der Schöpfung zu überdenken. Auch wenn vieles in unserem Alltag vielleicht schon selbstverständlich erscheint, wie z.B. der sparsame Umgang mit Energie, so ist der Weg zu einem reflektierten und konsequenten Handeln oft noch weit. Warum soll ich Kaffee aus fairem Handel trinken, wenn es doch im Supermarkt so tolle Sonderangebote gibt?

Der Kirchenvorstand und der Pfarrgemeinderat der Gemeinde St. Raphael haben sich mit der Initiative beschäftigt und in einer gemeinsamen Sitzung im Juni 2013 beschlossen, sich für das Zertifikat zu bewerben. Dazu müssen sowohl faire als auch ökologische Kriterien aus einer Liste in entsprechender Mindestanzahl ausgewählt werden, auf deren Einhaltung man durch eine Selbstverpflichtung achtet.
Für St. Raphael waren das u.a. bereits durchgeführte Maßnahmen zur Wärmedämmung, der Umstieg auf Ökostrom, Mülltrennung, der Verzicht auf Einweggeschirr und der Ausschank von Kaffee aus fairem Handel bei Gemeindeveranstaltungen.
Zum 1. Januar 2014 wurde das Zertifikat verliehen und in einem Gottesdienst am 19. Januar in St. Antonius, einer der Kirchen von St. Raphael, den Gremien durch Herrn Hoffmann von der Bischöflichen Kommission „Mission, Entwicklung, Frieden" überreicht. Er betonte bei der Überreichung der Urkunde, dass es sich bei diesem Dokument sowohl um eine Auszeichnung als auch um weiteren Ansporn und Mahnung, „am Ball zu bleiben", handelt.
Im Gottesdienst selbst brachten Mitglieder der Gremien in einer Gabenprozession symbolisch Dämmmaterial, eine Kabeltrommel, Kaffee aus fairem Handel, Geschirr und einen Papierkorb zum Altar. In begleitenden Texten wurden die dahinter stehenden Anliegen formuliert und um Gottes Segen für das weitere Tun gebetet. Die Gemeinde gab ihre Zustimmung durch den wiederholt gesungenen Liedvers „Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern".
Herr Hoffmann machte deutlich, dass die Initiatoren von „Faire Gemeinde" sich noch mehr dieser „vielen kleinen Schritte" wünschen.

 

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