Berichte

Bericht über das Sommerzeltlager vom 29.Juni bis 13.Juli in Detter
Samstag, 29. Juni 2013

Die Katholische Kirchengemeinde St.Raphael hat in der Zeit vom 29.Juni bis 13.Juli 2013 ein Kinder- bzw. Jugendzeltlager in Detter/Rhön durchgeführt. Es wurde geleitet von den Gemeindemitgliedern Timo Nobis, der erstmal dabei war, und Gerd Thevissen, und durch weitere 17 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützt, im einzelnen durch drei Erwachsene im Küchenteam, zwei Gruppenleitern im so genannten Technischen Stab und weiteren zwölf weiblichen und männlichen Gruppenleitern/innen für die Teilnehmerbetreuung in sechs Gruppen, je drei Mädchen- und Jungengruppen.

41 Kinder und Jugendliche sind mitgefahren. Sie sind am Samstagmorgen, 29.Juni, nach dem Reisesegen von Pastor With gegen 11 Uhr in Bremen von der Gemeindekirche St.Antonius aufgebrochen und am Ende der Freizeit, am Samstagabend, 13.Juli, gegen 18 Uhr dorthin zurückgekehrt. Ein Vortrupp von vierzehn Mitarbeitern hat bereits seit Donnerstag, 27.Juni das Zeltlager vor Ort vorbereitet und aufgebaut.

Als Teilnehmer waren in der Ausschreibung Kinder und Jugendliche zwischen 11 und 15 Jahren vor allem aus der Gemeinde St.Raphael angesprochen, zu der die Kirchenstandorte St.Antonius, St.Godehard, St.Hedwig, St.Laurentius und St.Thomas gehören. Aber auch nicht zur Gemeinde gehörende Kinder konnten mitfahren. Der Bremer Osten, dem die Gemeinde zugehört, ist gekennzeichnet durch eine oftmals schwierige soziale Lage (wie getrennt lebende Eltern und somit Alleinerziehende, große Familien in kleinen Wohnungen, Arbeitslosigkeit, Sprachprobleme bei Aussiedlerfamilien u. v. m.) Einige Teilnehmer stammen aus Familien mit großen finanziellen Problemen, was an den Anträgen für Unterstützung an die Dianiel-Schnackenberg-Stiftung zu erkennen ist.

Die schwerpunktmäßig diakonale Zielsetzung der Ferienfreizeit für Kinder und Jugendliche aus diesem Milieu lässt sich daher wie folgt formulieren:

• Die Telnehmer sollen die Möglichkeit haben, sich für zwei Wochen aus ihrem sozialen Umfeld zu lösen, ihrem Entwicklungsstand angemessene Aktivitäten zu erleben und sich zu erholen.

• Sie sollen sich in eine Gemeinschaft einfügen, Gemeinschaftserlebnisse haben, den Umgang mit Konflikten erlernen und die Tage sinnvoll gestalten.

• Ebenso sollten die Kinder und Jugendlichen ein Leben mit dem Glauben erfahren.

Für diese Ziele war das Zeltlager eine sehr geeignete Form der Ferienfreizeit: Der Zeltplatz Detter liegt abseits des Ortes am Rand der Rhön in einem Tal am Ufer des Flüßchens Schondra. Die Teilnehmer lebten in sechs Gruppenzelten mit jeweils zwei Gruppenleitern. Das separat stehende „Zelt der Stille", das mit christlichen Symbolen eingerichtet und religiöser Literatur ausgestattet war, lud zur Besinnung ein. Außerdem bot es den Kindern Fundstellen für die von ihnen vorzutragenden, den Tag begleitenden Gebete.

In dem auf dem Platz befindlichen Gebäude wurde mit Material der Kirchengemeinde und des Malteser-Hilfsdienstes ein Küchenbetrieb eingerichtet und gekocht. Das Essen war so lecker und reichhaltig und wurde optisch so ansprechend und phantasievoll dargeboten, dass die Kinder und Jugendlichen es ausdrücklich lobten und sich noch lange daran erinnern werden.

Eine Feuerstelle war der zentrale Versammlungsort, an dem sich die Lagergemeinschaft zusammenfand. Auf selbst eingerichteten Spielfeldern für Volleyball, Fußball und Völkerball sowie an Tischtennisplatten, einem Kickergerät und einem Leitergolfspiel konnte gespielt werden. Der zentrale Platz vor den Zelten wurde für weitere Gemeinschaftsspiele genutzt. Zusätzlich hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, sich mit Gesellschaftsspielen zu unterhalten oder sich mit Spielzeugen die Zeit zu vertreiben.

Der Tagesplan sah neben den Hauptmahlzeiten und einer nachmittäglichen „Tea-Time", den Dienstzeiten (wie Toilettendienst oder Holzdienst) und freien Zeiten je eine Programmeinheit am Vor- und am Nachmittag sowie am Abend vor. Diese wurden wie folgt gestaltet:

Tagesprogramme:

• Gruppenweises Erstellen von Bannermasten, Müllbehältern, Schuhablagen und weiteren Zeltlausstattungen
• Gestaltung der eigenen Fahne und des Lagerzeichens.
• Sportturniere und Wettkampfspiele
• Basteln
• Gruppenwanderungen in die nähere Umgebung
• Ein Ausflug in die Stadt Kissingen mit Leiterversteckspiel und Orts-Rallye sowie anschließendem Besuch des Terrassenschwimmbades
• Ein Badetag im Naturschwimmbad Altengronau
• Waldspiele und Parcour-Läufe in großen und kleinen Gruppen
• Ein Thementag „Piraten" mit kreativen und wettkämpferischen Elementen

Abendprogramme:

• Lagerfeuerabende mit Singen und Spielen
• Abend-Shows (von den Gruppenleitern sowie einmal von den Teilnehmern gestaltet)
• Tagesschau mit aktuellen Bezügen zum Zeltlagerleben
• Vorlesen einer längeren Geschichte
• Nachtwanderung und Nacht-Meditationsgang
• Nachtwachen

Zum festen Bestandteil gehört dieser religiöse Rahmen:

• Gemeinsames Beten vor den Mahlzeiten
• Meditative Texte oder Gebete zur Nacht
• Ein interaktiver Gottesdienst mit Pastor With
• Das Angebot, sich in das „Zelt der Stille" zurückzuziehen

Die Vorbereitung des Zeltlagers begann im Februar 2013 mit einem Wochenende in Steinkimmen, bei dem Grundsätzliches und das Programm festgelegt und auch schon einzelne Programmpunkte vorbereitet wurden. Danach gab es drei weitere gemeinsame Vorbereitungstreffen mit den Gruppenleitern sowie zahlreiche Treffen jeweils mehrerer zur Vorbereitung von Programmpunkten. Für die Teilnehmer und ihre Eltern gab es einen Informationsabend.

Zur Nachbereitung fanden innerhalb der Gruppen, von der Leitung mit jeder Gruppe sowie im Leitungsteam Reflexionsgespräche statt. Anfang August wird eine Zeltlagerfete für die Teilnehmer stattfinden, bei der auch digitale Bilder vom Zeltlager gezeigt werden. Außerdem wird es einen Rückblick auf die Ferienfreizeiten der Gemeinde im Rahmen der Sonntagsmesse am 11.August in St.Antonius geben, zu der alle eingeladen sind.