Berichte

Ökumenischer Gottesdienst am Pfingstmontag
Montag, 28. Mai 2012

Zum neunten Mal feierten in diesem Jahr katholische und evangelische Christen aus den Stadtteilen des Bremer Ostens am Pfingstmontag einen Ökumenischen Gottesdienst im Park des Klinikum Ost. Dieser Gottesdienst wird von der evangelischen Melanchthongemeinde, unserer katholischen Gemeinde St. Raphael sowie den Klinikpfarrämtern beider Konfession vorbereitet. Der Gottesdienst stand in diesem Jahr unter dem Leitgedanken „Grenzen-Los Geist-Gebunden". Das „Grenzen überwinden" sollte auch schon in der Vorbereitung spürbar werden: Deshalb nahmen an ihr neben dem bisherigen Gestaltungskreis aus Seelsorgern und Musikern beider Konfessionen auch Frau Brämsmann (Mütterzentrum Osterholz-Tenever), Herr Tintelott (Patientenbeauftragter im Klinikum Ost) und Herr Schönborn (Sozialarbeiter in der Melanchthongemeinde) teil.

Über vierhundert Christen aus den Gemeinden des Bremer Ostens kamen bei wunderschönem Wetter zum Gottesdienst zusammen. Auch die musikalische Seite führte wieder die Mitglieder der verschiedenen Chöre zusammen. Außerdem sangen Frauen aus dem Mütterzentrum, unterstützt von der Frauenschola St. Antonius, ihr selbst getextetes Lied „Wenn Frauen träumen". Die darin gestellte Frage: „Was lässt dich nicht in Ruh, welchen Traum hast du?" und die Antwort: „Wir haben Raum für jeden Traum, ob er laut ist oder leis" waren für die Gottesdienstbesucher eine musikalische Einladung, vorschnell gezogene Grenzen im eigenen Denken aufzugeben.

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Der ausgewählte Schrifttext (aus dem Paulus-Brief an die Galater)

Schwestern und Brüder! Seid ihr so unvernünftig? Am Anfang habt ihr auf den Geist vertraut, und jetzt wollt ihr aus eigener Kraft zum Ziel kommen? Warum gibt euch denn Gott den Geist und bewirkt Wundertaten unter euch? Tut er das, weil ihr das Gesetz gefolgt oder weil ihr die Botschaft des Glaubens gehört habt? Ihr alle seid durch den Glauben Gottes Kinder in Christus Jesus. Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen, seid in ein neues Leben in enger Verbindung mit Christus hineingeschlüpft wie in ein neues Kleid. Es spielt keine Rolle mehr, ob ihr jüdisch seid oder griechisch, versklavt oder frei, Männer oder Frauen, denn ihr seid einzig-einig im Messias Jesus.

Zusammenstellung der Ansprache

1) Pastor Kuschnerus (Melanchthongemeinde)

Grenzen-Los und Geist-Gebunden: Liebe Gemeinde, die Pfingstbotschaft hat nach fast zweitausend Jahren nichts von ihrer Kraft verloren!

Gottes Geist ist grenzenlos. Nicht nur ich bin ein Kind Gottes. Auch mein Nächster, meine Nächste ist ein Kind Gottes. Auch wenn sie anders aussieht und spricht als ich. Auch wenn sie weiblich ist und nicht männlich. Auch wenn du eine andere Herkunft hast, wenn du aus meiner Sicht arm bist oder aus meiner Sicht reich. Ich soll wissen: Gott ist für dich und Gott hat mit uns etwas vor. Ein radikaler Gedanke in einer Welt, in der wir gewohnt sind zu unterscheiden. Die einen in der Mitte der Gesellschaft, die anderen an ihrem Rand. Hier die Wohlhabenden mit ihren eigenen Wohnvierteln, Arbeitsplätzen und Urlaubsorten. Dort die Armen in ihren Quartieren und Wegen zu den Ämtern. Hier die Gesunden, da die Kranken. Hier die Frauen, dort die Männer: Die einen verdienen weniger Lohn, die anderen mehr. Die einen müssen Familie und Beruf unter einen Hut kriegen, die anderen haben dieses Problem nicht. Die einen haben zu schweigen, die anderen dürfen reden. Auch in unseren Gemeinden sind wir nicht frei von diesen Ungleichheiten. Doch Paulus fragt in seinem Brief an die Galater: „Seid ihr wirklich so unvernünftig? Am Anfang habt ihr dem Geist vertraut, und jetzt wollt ihr aus eigener Kraft zum Ziel kommen?"

Das kann ja wohl nicht sein!, sagt Paulus. Die christliche Gemeinde ist der Anfang von Gottes neuer Schöpfung mitten in dieser Welt. Hier will der Geist wirken! Und Gottes Geist ist grenzenlos! Was das bedeutet, beschreibt Paulus in einem Bild: Das neue Leben in Christus ist wie ein einheitliches Kleid, in das wir hineingeschlüpft sind. Ja, es mag biologische, soziale, kulturelle Unterschiede geben. Aber sie sollen keine Ungleichheit und keine Herrschaftsverhältnisse mehr begründen. Es gibt kein Vorrecht des einen vor der anderen. Ist das nun genial? Oder ist das verrückt? Oder ist das, so der Apostel Paulus, einfach nur vernünftig? Bei aller Vielfalt haben alle die Würde und Freiheit der Kinder Gottes. Kann Gottes Geist solche Wunder tun?

Was heißt es, wenn wir uns auf Gottes Geist verlassen, wenn nicht unsere üblichen Maßstäbe zählen, wenn nicht immer nur die eigene Stärke zählt? Zwei Beispiele lassen uns das erkennen. Sie zeigen den Widerstreit zwischen der alten Welt und der neuen Schöpfung. Das eine Beispiel kommt aus der Psychatrie und das andere aus dem Mütterzentrum Tenever.

2) Herr Tintelott (Patientenbeauftragter im Klinikum Ost)

Bei schönem Wetter sitze ich gerne mal auf einer der vielen Parkbänke auf dem Gelände des Klinikums Bremen Ost. Dabei denke ich manchmal auch über die vielen Menschen nach, die auf dem Gelände so spazieren gehen. Ich versuche auch mal die Menschen einzuteilen in Mitarbeiter, Patienten der Somatik, Patienten der Psychiatrie und Besucher. Aber wie erkennt man beispielsweise Psychiatriepatienten? Sind das nicht die, die mit gesenktem Haupt und ohne Armbewegung wie Roboter über das Gelände schleichen und nicht ansprechbar sind - die, auf die kleine Kinder mit dem Finger zeigen und die man weg sperren sollte, für immer. Oder sind das alles nur Vorurteile? Wie wird man eigentlich so? Angeboren ist das ja nicht. Es ist doch so, dass diese Menschen durch eine schwere Lebenskrise in eine seelische Krise geraten sind. Das kann jedem Menschen passieren. Jeder Mensch hat die Veranlagung, psychisch krank zu werden. Der eine ist da sensibler, der andere wird nicht so schnell aus der Bahn geworfen.

Warum sperren wir diese Menschen eigentlich weg? Warum verpassen wir ihnen mit Medikamenten eine chemische Zwangsjacke? Die Psychiatriepatienten werden durch die Behandlungsmethoden stigmatisiert. Wir machen aus ihnen Roboter: Ohne Gefühle, ruhig gestellt mit Pillen, finanziell verarmt, häufig arbeitslos, leben am Rande der Gesellschaft. Warum machen wir das mit ihnen? Haben wir Angst, selber so zu werden? Ist das Einsperren, das Fixieren am Bett und die Gabe von Neuroleptika eine Art Hilflosigkeit? Was man seelisch Erkrankten antut, darf man anderen Gruppen in unserer Gesellschaft nicht antun. Man sollte mal beachten, dass jeder von uns in diese Lage kommen kann.

Psychische Krankheiten sind nicht ansteckend. Sie können entstehen durch Stress, Mobbing, Liebeskummer, Einsamkeit, Armut, Trauer, Arbeitslosigkeit und vielem mehr. Wie möchte ich selbst behandelt werden, wenn ich mal in eine seelische Krise gerate? Medikamente stellen nur ruhig, beseitigen aber nicht die Erkrankung. Dazu bedarf es Therapie. Diese muss auf den Einzelnen abgestimmt werden. Doch das kostet Zeit und Geld, kann aber Erfolg haben und die Menschen gesunden lassen. Wir sollten nicht darüber nachdenken, was uns ein Kranker kostet. Das war mal so vor 70 Jahren. Damals wurden psychisch Kranke sterilisiert oder ermordet. Es gab die Erblehre, an die man glaubte. Haben wir falsche Bilder von Psychiatriepatienten im Kopf? Können wir nicht mit Empathie versuchen, mit diesen Menschen ins Gespräch zu kommen und sie zu verstehen?

Ende der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts gab es in Deutschland eine große Psychiatriereform. Heute versucht man, bereits Betroffene im psychiatrischen Versorgungssystem anzustellen. Man hat eine neue Ausbildungsform gefunden. Betroffene werden zu Experten ausgebildet. Die Ausbildung wird „EX-IN" genannt. Die ausgebildeten ehemaligen Patienten mischen sich in das System ein und übernehmen wichtige Funktionen, auch in der Planung. Sie wissen aus eigener Erfahrung, woran es fehlt. Und die Betroffenen möchten gerne vermehrt „Soteria" in der Psychiatrie einführen. „Soteria" ist eine Psychiatrie, in der sich alle wohl fühlen sollen, ohne Zwang und Ausgrenzung. „Soteria" ist eine Frage der menschlichen Einstellung zur Behandlung. Es ist keine neue Therapieform, sondern beinhaltet lebensnahe Alltagsgestaltung, geht auf die Bedürfnisse der Patienten ein. „Soteria" bedeutet für die Behandlung mehr Personal, möglichst keinen Zwang; es gibt Rückzugsmöglichkeiten, und das Personal, welches sich hier nicht von den Patienten absondert, ist geschult in der Psychosebegleitung und hat Psychoseverständnis . Es wurden Wirkfaktoren entwickelt, die das herkömmliche System verbessern. Medikamente werden kaum angewandt. Es gibt ein „weiches Zimmer" und Möglichkeiten, Aggressionen abzulassen.

Aber diese Art der Behandlung wird nicht gerne gesehen, jedenfalls von den Geldgebern. Für die Patienten ist es das Paradies. Leider gibt es zu wenige Soteria-Kliniken in Deutschland. Der Name „Soteria" stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Retter" oder „Heiland" und ist ein Titel, der in christlichen Schriften Jesus verliehen wurde. Jesus war übrigens auch Stimmenhörer. Was wäre, wenn Jesus heute in Deutschland leben würde? Wäre Jesus heute eingewiesen worden, wenn er sagt, dass Gott mit ihm redet? Vermutlich ja, mit der Diagnose „paranoid halluzinatorische Psychose im schizophrenen Formenkreis" ohne Krankheitseinsicht, denn er ist ja überzeugt davon, dass Gott mit ihm rede und er der Sohn Gottes sei. Damit kann man schon so einige Jahre weggesperrt werden mit medikamentöser Behandlung.

„Grenzen-Los - Geist-Gebunden". Wenn der Geist eines Menschen in unserer Gesellschaft zu frei wird und die Gedanken grenzenlos werden, kann man in der Psychiatrie landen und die Gedanken werden mit Medikamenten eingeschränkt. Ist diese heutige Psychiatrie in Deutschland moralisch noch vertretbar? Weltweit kämpfen wir für Menschenrechte und Behindertenrechte. Es ist doch normal, verschieden zu sein. Aber es sollen alle Menschen rechtlich gleichgestellt sein. Doch scheinbar darf man in unserer Gesellschaft nicht seelisch erkranken. Als seelisch Erkrankter gilt man in der Gesellschaft schnell als Behinderter. Im Jahr 2009 hat auch Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention unterschrieben, die Behinderte aller Art mit allen anderen Menschen rechtlich gleichstellt und diese in die Gesellschaft integriert, ja sogar von „Inklusion" spricht, was noch mehr bedeutet als bloß Integration. Und wie setzen wir dies um? In Bremen ist man gerade dabei, das Psychisch-Kranken-Gesetz zu überarbeiten und es an die internationalen Rechte anzupassen. Und die „EX-IN"-ler? Sie mischen sich in das Versorgungssystem ein, um es zu verbessern, denn sie wissen, wie man sich fühlt, wenn man eingesperrt und zwangsbehandelt wird und bringen ihre sehr wichtige Sichtweise ein.

Diese vielleicht zweite Psychiatrie-Reform geht von den Betroffenen selbst aus. Sie werden immer mehr, vernetzen sich und gehen auch an die Öffentlichkeit. Auch die Entwicklung in der Therapie muss weiter gehen. Derzeit wird in der Behandlung zu viel Wert auf die Pillen gelegt, weil es einfach ist, die Patienten nur ruhig zu stellen. Das spart auch Personal. Wir Deutsche prangern andere Länder wegen Menschenrechtsverletzungen an und sehen nicht, was mit der eigenen Psychiatrie los ist. Aber die UN-Behindertenrechtskonvention „EX-IN", und „Soteria" machen mir Hoffnung. So sitze ich dann auf meiner Bank und denke über die Menschen nach, die an mir vorbeilaufen.

3) Frau Brämsmann (Mütterzentrum Osterholz-Tenever)

Das Mütterzentrum Osterholz-Tenever ist seit 1989 ein wichtiger Treffpunkt im Ortsteil Tenever. Hier begegnen sich Menschen aller Nationalitäten, um sich für ihren Stadtteil einzusetzen. Insbesondere für Frauen aus dem Quartier bieten sich Möglichkeiten, ihre Ideen umzusetzen, ehrenamtlich tätig zu sein und sich durch Qualifizierung, Bildung und Beschäftigung neue Möglichkeiten zu erschließen. Wir fördern aktiv das Miteinander und das Zusammenleben zwischen Frauen verschiedenen Alters und verschiedener Kulturen durch eine Fülle von Aktivitäten und Veranstaltungen. Für ältere, langarbeitszeitlose Frauen, insbesondere Migrantinnen, organisieren wir öffentlich geförderte sozialversicherungspflichtige Beschäftigungs- und Bildungsmaßnahmen für den beruflichen (Wieder-)Einstieg.

Der innovative Anteil ist der gezielte Abbau von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus und spiegelt sich im Aufbau unserer Organisation und in allen unseren Konzepten wider. Frauen aus dem Iran, Türkei, Ghana, Sri Lanka, Polen, Russland, Rumänien, Kurdistan, Philippinen, Lettland und Deutschland engagieren sich für das Zusammenleben im Mütterzentrum und tragen Verantwortung für ein demokratisches Miteinander und Füreinander. Interkulturelle Vielfalt, umfangreiche Kompetenzen, Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Kinderbetreuung sowie der Einsatz für die Menschenrechte sind tragende Eckpfeiler unserer Arbeit.

An dieser Stelle ist es gut, den Artikel 25 der UN-Menschenrechte vorzutragen. Er lautet: „(1) Jeder hat das Recht auf einen Lebensstandard, der seine und seiner Familie Gesundheit und Wohl gewährleistet, einschließlich Nahrung, Kleidung, Wohnung, ärztliche Versorgung und notwendige soziale Leistungen, sowie das Recht auf Sicherheit im Falle von Arbeitslosigkeit, Krankheit, Invalidität oder Verwitwung, im Alter sowie bei anderweitigem Verlust seiner Unterhalsmittel durch unverschuldete Umstände. (2) Mutter und Kind haben Anspruch auf besondere Fürsorge und Unterstützung. Alle Kinder, eheliche wie außereheliche, genießen den gleichen sozialen Schutz."

„Die Würde den Menschen ist unantastbar" (Grundgesetz, 1.Paragraph) ist das Fundament unseres Zusammenlebens im Mütterzentrum. Wir treten ein für Toleranz und für ein friedliches Miteinander, ganz egal welcher Herkunft, Hautfarbe und Religion. Wir kämpfen gegen Vorurteile, Verachtung und Ausgrenzung. Diese Diskussionen müssen täglich geführt werden, denn Demokratie lebt vom Mitmachen und Hinsehen. Tag für Tag brauchen wir ein sensibles Gespür für Ausgrenzung und Abwertung sowie die Bereitschaft, Verantwortung für ein Zusammenleben in Vielfalt zu übernehmen. Miteinander und Füreinander. Leben für die Hoffnung auf eine Zukunft, die von Zusammenhalt und Vertrauen geprägt ist. Das Mütterzentrum Tenever lebt von den Verschiedenheiten und von den unterschiedlichsten Lebenswegen der Menschen und Bewohner und Bewohnerinnen in Tenever, und ist ein lebendiges Netzwerk.

Schließen möchte ich mit einem Gedicht: Friede

„Bloß keinen Zank und keinen Streit!"
Das heißt auf englisch PEACE
und auf französisch PAIX
und auf tamilisch FAIDOM
und auf russisch MIR
und auf polnisch POKÓJ
und auf türkisch BANS
und auf philippinisch KATAHIMIKAN
und auf hebräisch SHALOM
und auf deutsch FRIEDE

oder:

Du, komm, lass uns
zusammen spielen, zusammen sprechen,
zusammen singen, zusammen essen,
zusammen leben - damit wir leben!"

4) Pastor Kuschnerus (Melanchthongemeinde)

Grenzen-Los - Geist-Gebunden. Grenzenlos heißt nicht: Gleichgültig. Du bist nicht gleichgültig. Und ich bin auch nicht gleichgültig. Denn zur Grenzenlosigkeit gehört die Bindung an diesen Geist. Denn es ist nicht irgendein Geist, der uns befreit. Es ist der Geist der Liebe, der Freude, des Friedens. Klar: Nicht alle Menschen sind gleich. Jeder Mensch ist besonders und einzigartig. Lebe ich „geistgebunden", heißt das: Ich muss darauf nicht mit Angst oder Ausgrenzung reagieren. Ich kann neugierig sein auf den anderen, auf die andere. Ich kann fragen: Was lerne ich von den anderen? Ich kann auch fragen: Was lerne ich über mich von den anderen? Habe ich vielleicht deshalb Angst, weil der Andere gar nicht so anders ist als ich? Habe ich Angst davor, dass ich selbst einmal in die Lage der anderen kommen kann? Ich mag vielleicht nicht daran erinnert werden, dass auch ich außerhalb meines vertrauten Rahmens, in einer anderen Sprache und Kultur, nicht mehr so selbstsicher bin. Grenze ich mich vielleicht deshalb ab?

Noch etwas: In der Begegnung kann ich auch meine Besonderheiten, meine Stärken entdecken: Was ist meine besondere Gabe? Womit kann ich meinem Nächsten, meiner Nächsten nützen und helfen? Denn Gottes Liebe macht mich grenzenlos frei und nimmt mich zugleich in ihren Dienst.

Ich kann auch darauf aufmerksam werden: Worin unterstützt mich vielleicht der andere? Was hat er, was hat sie, das mir fehlt? Wenn wir „zusammen spielen, zusammen sprechen, zusammen singen, zusammen essen, zusammen leben", habe ich das schnell raus. Und dann wächst unter uns die Gemeinschaft, von der der Apostel schreibt, und Gottes Geist breitet Freiheit, Gleichheit und Geschwisterlichkeit unter uns aus.

Also mit Paulus gesagt: Lasst uns vernünftig sein! Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch dem Geist folgen! Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre Eure Herzen und Sinne in Christus Jesus, unserem Herrn. Amen.

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