Berichte

Wegegottesdienst in St.Laurentius
Freitag, 07. Dezember 2007

Wer zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem, wie sie von Gott aus dem Himmel herabkam...Und die Stadt ist quadratisch angelegt, ebenso lang wie breit" Mit diesen Worten aus der Offenbarung des Johannes sind wir auch schon bei der Bauform der Kapelle St.Laurentius. Hier findet sich das Quadrat in vielen Gestaltungselementen wieder: den Glasfenstern, den Bodenfliesen, dem Altar, den Verblendungen, den Lampen und Sitzbespannungen und weiteren mehr.

Pfarrer Dau deutete diese Form mit Hilfe der jüdischen Zahlensymbolik, bei der die Zahl „4" für den weltlichen Bereich steht, z.B. die vier Himmelsrichtungen oder die vier Weltelemente (Feuer, Wasser, Erde, Luft). Die „Welt" wird überspannt von einem zeltartigen Dach, das in der Mitte den Blick zum Himmel öffnet. So verbindet die Kapelle in ihrer symbolischen Form Himmel und Erde, Gott und die Menschen.

Die Laurentiuskapelle wurde im Jahr 2000 im Rahmen des Neubaus des Caritas-Altenpflegeheimes an Stelle der ehemaligen Gemeindekirche St.Laurentius errichtet. Hier finden bis zu 140 Personen Platz. Die Sitzordnung ist variabel, da Einzelstühle statt Kirchenbänke aufgestellt werden.

Aus der Ausstattung der ehemaligen Gemeindekirche stammt das große Bronzekreuz des Münsteraner Künstlers Gerhard Bücker. Das Holz dieses Kreuzes stammt aus dem Moor und reicht mit seinen etwa 6000 Jahren in die Zeit des Patriarchen Abraham zurück.

Im Wegegottesdienst wird neben der Architektur und Ausstattung auch der Namenspatron, der Hl. Laurentius, näher vorgestellt. Er war Diakon und daher vor allem mit der Sorge für die Armen und Kranken betraut.